Vortrag „Kryptographie – Von der Klassik nach Post-Quantum“, den ich im Namen meines damaligen Arbeitgebers, der Boreus GmbH (heute WIIT AG), auf der IT-Sicherheitskonferenz im Jahr 2018 in Stralsund gehalten habe.
Worum ging es?
Eine Zeitreise durch die Geschichte der Verschlüsselung, von den ersten Geheimschriften bis zu den Verfahren, die auch Quantencomputern standhalten sollen. Zwischendurch gab es mehrere Praxisteile zum Mitmachen, in denen das Publikum Verfahren wie die Skytale, die Caesar-Chiffre, die Chiffrierscheibe und das One-Time-Pad selbst ausprobieren konnte.
- Vom Altertum ins 20. Jahrhundert: Tontafeln, Skytale und Caesar-Chiffre, Substitution im Mittelalter und die Entdeckung der Häufigkeitsanalyse, Chiffrierscheiben der Renaissance und die Vigenère-Chiffre sowie ungelöste Rätsel wie die Beale-Chiffre und das Voynich-Manuskript.
- Epoche der Maschinen: Rotor-Schlüsselmaschinen, das One-Time-Pad als Verfahren mit „perfekter Sicherheit“, Hagelin-Maschinen, die Enigma und ihre Entschlüsselung sowie die Navajo-Codes im Zweiten Weltkrieg.
- Epoche der Computer: DES, der Diffie-Hellman-Schlüsselaustausch, RSA, PGP und der Advanced Encryption Standard (AES) als Grundlagen moderner Verschlüsselung.
- Ein Quantensprung in die Zukunft: Warum wir neue Verfahren brauchen, und ein Überblick über die fünf Familien der Post-Quanten-Kryptographie (hash-, gitter-, code-basiert, multivariat und auf Basis supersingulärer Isogenien). Zum Abschluss ein Blick auf die Quantenkryptographie mit BB84 und E91.
Kernbotschaft
Die Geschichte der Kryptographie ist ein ständiges Wettrennen zwischen Verschlüsselung und Entschlüsselung. Jedes Verfahren, das als unknackbar galt, wurde irgendwann gebrochen, und die Quantencomputer sind der nächste große Schritt in diesem Wettlauf.
